Thema der Woche

Eiweiss

Nicht nur für straffe Haut und kräftige Muskeln braucht unser Körper Eiweiss (Protein). Ohne Eiweiss könnten wir gar nicht überleben, denn Eiweiss liegt einer entscheidenden Menge von Prozessen in unserem Organismus zugrunde und ist essentiell für unsere Gesundheit. 

Das Wort “Protein” stammt aus dem Griechischen und bedeutet “ich nehme den ersten Platz ein”, und das ist nicht zufällig. Eiweisse sind wie Bausteine unseres Körpers. Sie stecken in jeder Zelle und sind am Transport von Fett und Sauerstoff, an der Reparatur defekter Zellen, an der Muskelfunktion, an der Herstellung von Bindegewebe und Knorpel, an der Aufnahme von Eisen und an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt. Ausserdem sind Proteine Teil von Hormonen und Enzymen.

Eiweisse selbst bestehen auch aus Bausteinen, und zwar Aminosäuren. 20 davon sind für unseren Körper essentiell: er braucht sie unbedingt zum Existieren, doch unser Körper kann Eiweiss nicht selber herstellen und besitzt keinen Speicher für Eiweiss. Daher muss Protein täglich über eiweisshaltige Lebensmittel aufgenommen werden, sonst würde der Körper seinen Eiweissbedarf durch den Muskelabbau kompensieren.

Eiweisse unterscheiden sich je nach Quelle (sie können tierischen und pflanzlichen Ursprungs sein) und somit je nach ihrer biologischen Wertigkeit. Je mehr ein Eiweiss den menschlichen Proteinen ähnelt, desto einfacher kann es verwertet und in körpereigenes Protein umgebaut werden. Die Verdauung von Eiweiss dauert verhältnismässig lange, was beim Abnehmen unterstützend wirken kann. Eine eiweissarme Ernährung kann umgekehrt zur Gewichtszunahme beitragen, indem sie zu Heisshunger führt.

Hier finden Sie 6 Tipps zur guten Eiweissverwertung:

  • Eiweisse werden in unserem Körper täglich abgebaut und müssen wieder ersetzt werden. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung sollte Eiweisse sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs enthalten, um den Eiweissbedarf unseres Körpers zu decken. Werden tierische und pflanzliche Eiweisse zusammen verzehrt, steigert das ihre biologische Wertigkeit. Solche Nahrung enthält mehr verdauungsfördernde Ballaststoffe und weniger Purine.

  • Klassische tierische Eiweissquellen sind Eier, Milchprodukte, Fisch und Fleisch. Dort stecken alle lebenswichtigen Aminosäure. Doch Vorsicht mit der Quantität: zu viel tierische Produkte können zur Übersäuerung des Körpers führen und sind nicht so gut verdaulich. Hier gilt: mehr Qualität statt Quantität.

  • Gute pflanzliche Eiweissquellen sind vor allem Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Soja, Kichererbsen, Lupinen, Linsen) und Getreide (Hafer, Amaranth, Quinoa) sowie Samen (Hanfsamen, Leinsamen), Nüsse und Mandeln. Neben Eiweissen enthalten sie gesunde Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und andere gesundheitsfördernde Substanzen.

  • Eine weitere Proteinquelle ist Eiweiss- oder Proteinpulver. Das ist eine Mischung von Proteinen tierischer oder pflanzlicher Herkunft. Eine solche Mischung ist vor allem für Sportler nützlich, die sie für Aufbau- und Regenerationsprozesse innerhalb der Muskulatur verzehren. So wird der Körper schnell mit essentiellen Aminosäuren versorgt. Protein-Shakes können auch als kalorienarmer Snack beim Body-Shaping, zur Unterstützung von Diäten oder beim Erhalt der Immunkompetenz nützlich sein.

  • Zu viel Eiweiss kann unseren Körper belasten. In der Regel werden 0.8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen, damit alle lebenswichtigen Funktionen in unserem Körper ablaufen können. Wer Sport treibt oder sich viel bewegt, kann bis zu 1.5 Gramm verzehren. Am besten testen Sie die Eiweiss-Menge für sich selbst.

  • Haben Sie eine Nierenerkrankung, sollten Sie darauf achten, dass geschädigte Nieren die Eiweiss-Abfallprodukte aus dem Blut nicht gut genug filtern können. In diesem Fall sollten Sie bei Eiweissen eher zurückhaltend sein.

Nicht zufällig ist Protein derzeit in aller Munde. Kombinieren Sie mehrere Eiweisslieferanten in Ihrer Ernährung und bleiben Sie immer fit und gesund!

Fakten zum Thema

  1. Eiweiss und Proteine sind zwei Worte, die dasselbe bezeichnen und zwar Verbindungen aus Aminosäuren, die für unseren Körper lebenswichtig sind.
  2. Warum sind Proteine lebensnotwendig? Sie enthalten Stickstoff (N) und sind daher unentbehrlich für alle Abläufe, die den Stickstoffgehalt in unserem Organismus betreffen.
  3. Lebensmittel mit tierischem Eiweiss enthalten in der Regel mehr Purine und ungesunde Fette als pflanzliche Eiweissquellen.
  4. Proteine dienen als Anti-Aging-Mittel, da hautstraffendes Kollagen aus Eiweiss besteht und Muskeln, Haare sowie Nägel auch viel Eiweiss brauchen.




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