Thema der Woche

Sonnenschutz

Endlich Sommer! Für die meisten von uns bedeutet das viel an der frischen Luft zu sein und unseren Urlaub unbeschwert zu geniessen. Wie wichtig ist Sonnenschutz dabei?

„Wir sehen das Licht, wir spüren die Wärme, doch für die UV-Strahlung gibt es kein Sinnesorgan. Das erschwert die richtige Einschätzung der UV-Intensität“, so Prof. Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Und unsere Haut vergisst die aufgenommene UV-Strahlung nicht. Das bedeutet, dass die Strahlenbelastung sich im Laufe des Lebens aufsummiert. Man muss auch berücksichtigen, dass man den Grossteil der Sonnendosis gerade im Alltag bekommt und nicht in den wenigen Urlaubswochen.

Man unterscheidet drei Arten von UV-Strahlung: UV-A, UV-B und UV-C Strahlen abhängig von ihrer Wellenlänge. Die kurzwellige UVB-Strahlen sind für Sonnenbrände verantwortlich. Doch die langwellige UVA-Strahlung dringt tief bis in unsere Lederhaut ein und lässt die Haut altern.

Der LSF (Lichtschutzfaktor) eines Sonnenschutzmittels zeigt, wieviel länger man sich der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als es ohne Sonnencreme möglich wäre. Für Menschen mit heller Haut sollte der LSF mindestens 50 sein.

Hier finden Sie 12 Tipps für den besten Sonnenschutz.

  • Die Menschen mit trockener Haut wählen am besten eine Sonnenschutzcreme, die einen hohen Fettgehalt hat.
  • Für eine fette Haut eignet sich eine flüssige Sonnenschutzlotion, die weniger Fett als eine Creme enthält.
  • Ein Sonnenschutzgel enthält keine Fette und Emulgatoren und eignet sich am besten für Mischhaut oder bei einer sogenannten Mallorca-Akne.
  • Männer bevorzugen Sonnenschutzsprays, da diese sich auf behaarten Haut einfacher verteilen lassen und sich auch für die Kopfhaut eignen.
  • Sonnenschutzmittel schützen unsere Haut nur wenn sie nicht zu dünn aufgetragen werden. Für jede Körperpartie braucht man einen Creme-Strang, der so lang ist wie die ganze Hand.
  • Auch wenn man ein wasserfestes Sonnenschutzmittel verwendet, sollte man nach dem Baden und Abtrocknen wieder grosszügig nachcremen. Die Schutzwirkung des Creme kann auch durch Schwitzen beeinträchtigt werden.
  • Wenn Sie ein Sonnenschutzmittel mit chemischem Filter bevorzugen, beachten Sie dass dieses eine halbe Stunde vor dem Sonnen aufgetragen werden muss.
  • Vergessen Sie nicht, auch Ohren, Füsse und die Rückseite der Arme einzucremen.
  • Es wird empfohlen, sich zwischen 11 und 15 Uhr nicht im Freien aufzuhalten. Suchen Sie lieber Schatten auf.
  • Tragen Sie die Kleidung aus dem engmaschigen und dunklen Stoff, da ein dünnes weisses T-Shirt 40 Prozent der UV-Strahlung an die Haut lässt.
  • Sind Sie ein Outdoor-Sportler, kaufen Sie sich zertifizierte UV-Schutz-Spezialkleidung.
  • Selbstverständlich kann man die Augen nicht eincremen. Eine passende Brille mit UV-Schutz bietet einen zuverlässigen Schutz.
Mit diesen Tipps wird Sonnenschein Ihnen keine langfristige Hautschäden verursachen.

Fakten zum Thema

  1. UV-Schutzmittel enthalten chemische oder mineralische Filter. Die ersteren wandeln UV-Strahlen in Wärme um, wobei die zweiteren sie reflektieren.
  2. Kinderhaut ist dünner als die Haut von Erwachsenen und kann sich nicht vor der Sonnenstrahlung schützen. Daher sollen Kinder im ersten Lebensjahr gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.
  3. Schon fünf Sonnenbrände vor dem 20. Lebensjahr genügen, um das Risiko für Hautkrebs um 80 Prozent zu erhöhen. Das hat eine Studie der Warren Alpert Medical School der Brown University in Rhode Island gezeigt.
  4. Wolken können nicht vollständig vor UV-Strahlung schützen. Sie reflektieren die Strahlen und die UV-Strahlung kann unter einem teilweise bewölkten Himmel sogar stärker sein.


Für Newsletter anmelden Interessante Informationen zum Thema Gesundheit per E-Mail erhalten.