Thema der Woche

Hitzepickel

Wie schön ist es, ein Paar ruhige Momente in der Sonne zu geniessen! Doch kleine juckende Bläschen können die Sommerlaune verderben. Wie wird man lästige Hitzepickel los?

Hitzepickel entstehen, wenn man stark schwitzt und der Schweiss nicht richtig abfliessen kann. Miliaria cristallina oder Milaria rubra, wie man sie in der Fachsprache nennt, können durchsichtig oder rot sein und entstehen durch die Verstopfung von Schweissdrüsen. Hitzeausschlag ist gesundheitlich nicht gefährlich und kann nach ein paar Tagen von alleine verschwinden. Doch die kleinen Pickelchen lösen Juckreiz und Brennen auf der Hautoberfläche aus, was auch zu Entzündungen führen kann.

Hitzepickel entstehen vor allem an Körperstellen, wo es viele Schweissdrüsen gibt, also wo man am häufigsten schwitzt: unter den Achseln, am Dekolleté, Rücken, Po, Oberschenkeln und an den Armen. Die betroffenen Stellen können je nach Verstopfungsgrad der Schweissdrüsen schmerzen. Hitzeblattern sind so gross wie ein Hirsekorn und sind mit einer klaren bis milchigen Flüssigkeit gefüllt.

Man unterscheidet Milaria cristallina, wo die ausführenden Gänge der Schweissdrüsen in der obersten Hautschicht verstopft werden, und Miliaria rubra, wo die tieferliegenden Schweissdrüsengänge verstopft sind. Im ersten Fall bilden sich farblose, kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die bei Berührung leicht aufplatzen. Im zweiten Fall quillt die Haut auf und die kleinen roten Pusteln jucken und nässen, wobei die Entzündung länger anhalten kann.

Hier haben wir für Sie die besten Tipps gesammelt, wie man Hitzepickel verhindern kann.

  • Tragen Sie luftdurchlässige Kleidung aus Baumwolle oder Leinen, die den Schweiss gut aufsaugt. Und achten Sie darauf, dass die Kleidung nicht zu eng anliegt. Vermeiden Sie warmes Bettzeug.

  • Enzympeelings lassen Hitzepickel vorbeugen. Sie reinigen sanft die Haut und verhindern die Verstopfung der Talgdrüsen.

  • Benutzen Sie Kosmetika auf Wasserbasis. Das gilt insbesondere für Sonnencremes. Diese sollten keinen Fettfilm auf der Haut bilden, damit der Schweiss leicht abfliesst.

  • Beim starken Schwitzen tupfen Sie den Schweiss mit einem sauberen Tuch ab, damit er sich in Hautfalten nicht ansammelt.

  • Verwenden Sie ein Thermalwasserspray, der Mineralstoffen, Spurenelementen und Kieselerde enthält. Solche Sprays beruhigen die Haut.

  • Gegen weissen Pickelchen kann ein Hautgel mit Zink oder Kieselerde helfen.

  • Frauen mit grösserem Busen sollten darauf achten, bei Hitze die Haut unter und zwischen den Brüsten oft sanft reinigen, damit diese Hautstellen trocken bleiben. Sonst können dort durch Schweissstau und Reibung rote Pickelchen entstehen.

  • Bei lästigen Pickelchen hilft ein kühles Bad, den Juckreiz zu lindern. Oder Sie können die betroffenen Stellen mit Eiswürfeln kühlen: wickeln Sie diese in ein Leinentuch ein und legen Sie dieses Tuch kurz auf die Pickel.

  • Maismehl und Heilerde helfen, Hitzepickel zu behandeln. Tragen Sie diese einfach auf die Hitzepickel auf und lassen Sie es für 15 Minuten wirken, danach waschen Sie gründlich ab. Maismehl und Heilerde saugen den Schweiss aktiv auf.

  • Waschen Sie die Hitzepickel zweimal täglich mit einer Apfelessiglösung aus einem Liter Wasser und drei Esslöffeln Apfelessig. Durch seine antibakterielle Wirkung verhindert Apfelessig, dass sich die verstopften Schweissdrüsen entzünden.

  • Verzichten Sie auf Alkohol, scharfe Gewürze und koffeinhaltige Getränke, da sie die Produktion von Schweiss verstärken. Trinken Sie lieber Salbeitee.

  • Kratzen Sie Hitzepickel auf keinen Fall. Sie können Juckreiz lindern, indem Sie auf die betroffene Hautstelle klopfen oder diese kühlen.

  • Suchen Sie bei stark juckenden roten Pickelchen einen Arzt auf. Er kann Ihnen bei Bedarf ein juckreizstillendes Antihistaminika gegen die Hitzepickel verschreiben.

Mit diesen Tipps haben die juckenden Quälgeister keine Chance mehr!

Fakten zum Thema

  1. Die Stelle der Hitzepickel am Körper und das Aussehen der Hautreaktion können auf mögliche Ursachen hinweisen.
  2. Säuglinge sind am häufigsten von Hitzepickeln betroffen. Die Ursache liegt darin, dass sie oft zu warm angezogen werden.




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